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Bildkommunikation: Qualitative Bild- und Medienforschung: De Gruyter Studium

Autor Aglaja Przyborski
de Limba Germană Electronic book text – 9 iul 2017
Bilder spielen durch ihr spezifisches Potenzial für Verdichtung und Abstraktion eine essenzielle Rolle für unser handlungsleitendes, oft implizites Wissen im Alltag. Sie kommen im Unterschied zu Sprache kaum ohne technische Mittel aus und haben daher eine prinzipielle Nähe zu (massen-)medialen Strukturen. Dennoch fehlen Kommunikationsmodelle, die das Bild in seinem eigenen Recht, in seiner eigenen von der Sprache zu unterscheidenden Logik aufgreifen. Zudem wird gegenwärtig eine wechselseitige Konstitution von Medien und Alltag zwar theoretisch postuliert, aber kaum empirisch eingelöst.
Angesichts der medientechnischen Entwicklungen brauchen Kultur-, Sozial- und Humanwissenschaften jedoch einen grundlagentheoretisch fundierten, empirisch überprüften bzw. überprüfbaren Zugang zu einem Alltag mit seinen Medien und Bildern. Die Arbeit setzt daher an den vergleichsweise jungen Überlegungen zu einer kontrollierten Interpretation von Bildern, an erprobten praxeologischen Methodologien sowie an system- und medientheoretischen Überlegungen an um zu klären, welche Funktion Bildern in der wechselseitigen Konstitution von Medien und Alltag zukommt. Empirisch werden dabei die Fragen bearbeitet, wie Bilder bzw. ein komplexer alltäglicher Bildmediengebrauch soziale Synchronisationsprozesse strukturieren, zur Aufrechterhaltung und Veränderung von Milieus und Kulturen sowie zur Bildung von individuellem und kollektivem Habitus und Identitäten beitragen und umgekehrt, wie alltägliche Praxen konkrete mediale Angebote mitbestimmen.
Für jene Forschungsprobleme, die mit erprobten Methoden nicht bewältigt werden konnten, wurden unter Rückgriff auf die genannten metatheoretischen Konzepte empirisch Lösungen erarbeitet. Diese wurden theoretisch beschrieben, am Material erneut geprüft um sie schließlich für die Methodenentwicklung zu formulieren und an weiteren Fällen systematisch anzuwenden. Damit ist rekonstruktiv ein Kommunikationsmodell entstanden, das der gegenwärtigen medialen Entwicklung gerecht wird und das nicht zuletzt durch seine klare Darstellung im vorliegenden Band die Forschungspraxis systematisch anzuleiten vermag.
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Specificații

ISBN-13: 9783110498844
ISBN-10: 3110498847
Pagini: 300
Editura: De Gruyter
Colecția De Gruyter Oldenbourg
Seria De Gruyter Studium

Locul publicării:Berlin/Boston

Notă biografică

Prof. Dr. phil. habil., Dipl-Psych., Psychotherapeutin Aglaja Przyborski (Sigmund Freud PrivatUniversität, Wien)

Descriere

Bilder spielen durch ihr spezifisches Potenzial für Verdichtung und Abstraktion eine essenzielle Rolle für unser handlungsleitendes, oft implizites Wissen im Alltag. Sie kommen im Unterschied zu Sprache kaum ohne technische Mittel aus und haben daher eine prinzipielle Nähe zu (massen-)medialen Strukturen. Dennoch fehlen Kommunikationsmodelle, die das Bild in seinem eigenen Recht, in seiner eigenen von der Sprache zu unterscheidenden Logik aufgreifen. Zudem wird gegenwärtig eine wechselseitige Konstitution von Medien und Alltag zwar theoretisch postuliert, aber kaum empirisch eingelöst.
Angesichts der medientechnischen Entwicklungen brauchen Kultur-, Sozial- und Humanwissenschaften jedoch einen grundlagentheoretisch fundierten, empirisch überprüften bzw. überprüfbaren Zugang zu einem Alltag mit seinen Medien und Bildern. Die Arbeit setzt daher an den vergleichsweise jungen Überlegungen zu einer kontrollierten Interpretation von Bildern, an erprobten praxeologischen Methodologien sowie an system- und medientheoretischen Überlegungen an um zu klären, welche Funktion Bildern in der wechselseitigen Konstitution von Medien und Alltag zukommt. Empirisch werden dabei die Fragen bearbeitet, wie Bilder bzw. ein komplexer alltäglicher Bildmediengebrauch soziale Synchronisationsprozesse strukturieren, zur Aufrechterhaltung und Veränderung von Milieus und Kulturen sowie zur Bildung von individuellem und kollektivem Habitus und Identitäten beitragen und umgekehrt, wie alltägliche Praxen konkrete mediale Angebote mitbestimmen.
Für jene Forschungsprobleme, die mit erprobten Methoden nicht bewältigt werden konnten, wurden unter Rückgriff auf die genannten metatheoretischen Konzepte empirisch Lösungen erarbeitet. Diese wurden theoretisch beschrieben, am Material erneut geprüft um sie schließlich für die Methodenentwicklung zu formulieren und an weiteren Fällen systematisch anzuwenden. Damit ist rekonstruktiv ein Kommunikationsmodell entstanden, das der gegenwärtigen medialen Entwicklung gerecht wird und das nicht zuletzt durch seine klare Darstellung im vorliegenden Band die Forschungspraxis systematisch anzuleiten vermag.