Der Schimmelreiter
Autor Theodor Stormde Limba Germană Paperback – mar 2020
Das zeichnet unsere Klassiker-Reihe aus:
- ungekürzter Originaltext (behutsam auf die neue Rechtschreibung angepasst)
- großzügiges Heftformat (DIN A5) in moderner Aufmachung
- lesefreundliches Textlayout (zeilen- und seitengleich mit den Hamburger Leseheften)
- breite Randspalte mit kurzen Worterläuterungen und Platz für eigene Notizen
- Biografie des Autors (alle wichtigen Infos kompakt zusammengefasst)
- ausführlicher Anmerkungs- bzw. Worterläuterungsteil
- umfangreicher Materialteil (nach Themenbereichen gebündelt)
- Navigationsleiste zur besseren Orientierung
Zum Inhalt:
"Der Schimmelreiter", den Storm noch kurz vor seinem Tod vollendete, ist die herausragendste Novelle des Dichters. In ihr zeigt Theodor Storm den Aufstieg des Hauke Haien zum Deichgrafen. Dieser will seine Fähigkeiten durch den Bau eines neuartigen Deiches unter Beweis stellen, weil es heißt, er habe die Position nur seiner Frau zu verdanken. Spannungen und der Kampf mit seiner Umwelt lassen Hauke Haien schließlich zugrunde gehen: Als er eine schwache Stelle im Deich nicht genügend absichert, ertrinkt bei einer Sturmflut zuerst seine Frau mit dem Kind. Daraufhin stürzt er sich mit seinem Schimmel an der durchbrochenen Stelle des Deiches ins Meer, um seine Schuld zu tilgen. Wie schon in seinen früheren Novellen ist Storm auch in dieser "hinreißenden Symphonie der Meeresstimmen" (E. Schmidt) von dem Problem der persönlichen Schuld abgerückt.
Preț: 46.31 lei
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Specificații
ISBN-10: 3872915126
Pagini: 160
Ilustrații: zahlreiche Abbildungen
Dimensiuni: 147 x 210 x 10 mm
Greutate: 0.2 kg
Editura: Hamburger Lesehefte
Notă biografică
Theodor Storm, 14. 9. 1817 Husum - 4. 7. 1888 Hademarschen (Holstein). Der Sohn eines Justizrats und einer aus dem Patriziat stammenden Mutter ließ sich nach dem Jurastudium 1837-43 in Kiel und Berlin 1843 als Anwalt in Husum nieder und heiratete 1846 seine Kusine Constanze Esmarch. In den dän.-dt. Auseinandersetzungen 1848-52 engagierte er sich publizistisch und dichterisch und verlor 1852 wegen seiner antidän. Betätigung seine Zulassung als Anwalt. 1853 trat er als Assessor in den preußischen Staatsdienst ein und zog nach Potsdam; von hier aus hatte er Kontakt zu dem literarischen Verein Tunnel über der Spree in Berlin (Th. Fontane, P. Heyse, mit dem sich eine Freundschaft entwickelte, u. a.). 1856 wurde er Kreisrichter in Heiligenstadt. Nach der dän. Niederlage 1864 kehrte S. als Landvogt nach Husum zurück. 1867-80 war er Amtsrichter im preußischen Schleswig; ein Jahr nach der Pensionierung zog er nach Hademarschen. S. selbst stellte die Lyrik immer an die erste Stelle seines Schaffens und behauptete, auch seine Novellistik sei aus seiner Lyrik erwachsen. Sein lyrisches Werk ist durch die Beschränkung auf das Private und Individuelle gekennzeichnet, mit der Absicht, darin das möglichst Allgemeine auszusagen: Gelegenheitsgedicht im höhern Sinne. Das Lyrische versteht er als Naturlaut der Seele, wobei sich aus der lyrischen Emp¿ndung die Form von selbst ergebe. Schwerpunkte bilden Naturgedichte, bei denen Stimmungen der Einsamkeit und der Trauer dominieren, und Liebesgedichte, in denen sich die Evokation von Liebe und tabuloser Leidenschaft kontrapunktisch mit Gedanken an Vergänglichkeit, Abschied und Tod verbindet. Als Stimmungsbilder und aus der Gelegenheit hervorgehende Schöpfungen erscheinen auch viele seiner (insgesamt mehr als 50) Novellen, die in der Regel zuerst in Zeitschriften erschienen. Sie sind meist nicht von der Formstrenge bestimmt, die S.s eigene Charakterisierung der Novelle als Schwester des Dramas nahelegt. Es herrschen vielmehr atmosphärische, landschaftliche, von Erinnerungen stimmungshaft geprägte Elemente vor, die wiederum auf die Erfahrung der Vergänglichkeit verweisen. Von der Stimmungskunst früher Novellen wie Immensee entwickelt sich S.s Novellistik in zwei Richtungen: einerseits zur Einbeziehung sozialer Fragen, psychologischer Kon¿ikte und aktueller Themen (Vererbung, Kriminalität u. a.), andererseits zur historischen Novelle, die durch die Art der erzählerisch komplexen Annäherung die 'Wahrheit' des vergangenen Geschehens in Frage stellt und zugleich Vergangenheit und Gegenwart verbindet (Aquis submersus, Der Schimmelreiter u. a.). In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.
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Text in neuer Rechtschreibung