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Das verlorene Kind

Autor Rahel Sanzara
de Limba Germană Hardback – 4 oct 2017
Rahel Sanzaras dunkles Meisterwerk zum 100. Jubiläum neu ediert. Die fest gefügte Welt eines norddeutschen Gutshofes zerbricht, als die vierjährige Pächterstochter Anna B. Opfer eines grausamen Mordes wird. Sanzara erzählt mit großer Ruhe in sprachlicher Schönheit von den verheerenden Folgen, die diese Tat für die Eltern, die Hofgemeinschaft und den Täter selbst hat, vom Umgang mit Schuld, Trauer und Verantwortung Vor hundert Jahren wurde der Roman über Nacht zu einem der größten Bucherfolge der Weimarer Republik. Bis zu seinem Verbot durch die Nationalsozialisten hat 'Das verlorene Kind' eine intensive Rezeption erfahren, die von Bewunderung bis zur Ungläubigkeit darüber reichte, dass eine Frau ein so episches und dunkles Werk verfassen konnte. Die Auseinandersetzung gipfelte in einem Literaturstreit um die Urheberschaftsfrage, in dem Sanzara von Schriftstellern wie Gottfried Benn und Kasimir Edschmid verteidigt wurde. Das Nachwort der kommentierten Ausgabe rekonstruiert den internationalen Erfolg des Romans sowie die Bezüge zur historischen Vorlage im Neuen Pitaval, einer Sammlung historischer Kriminalgeschichten. Erstmals wird auch die zum Teil erheblich gekürzte Fassung in der Vossischen Zeitung berücksichtigt. Der Band enthält ferner eine Auswahl zeitgenössischer Besprechungen, u. a. von Vicki Baum, Erik-Ernst Schwabach, Bernhard von Brentano, Monty Jacobs, Gabriele Reuter, Máximo José Kahn, Osip Mandelstam, Ernst Weiß, Lavinia Mazzucchetti, Carl Zuckmayer und Vita Sackville-West.
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Specificații

ISBN-13: 9783743720466
ISBN-10: 3743720469
Pagini: 288
Dimensiuni: 160 x 226 x 26 mm
Greutate: 0.61 kg
Editura: Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH, Berlin

Notă biografică

Geboren am 9.2.1894 in Jena; gestorben am 8.2.1936 in Berlin. Die Tochter eines Musikers ging 1913 nach Berlin, wo sie mit dem Arzt und Schriftsteller Ernst Weiß eine lebenslange enge Freundschaft schloß. Nach einer Ausbildung als Tänzerin und Schauspielerin nahm sie den Namen Rahel Sanzara an und trat in Prag, Darmstadt, Zürich und Berlin auf. Wegen ihres jüdisch klingenden Pseudonyms erhielt sie 1933 Schreibverbot.