Cantitate/Preț
Produs

Orchesterstücke/Violinkonz.

Compozitor Ostertag/Gielen/SWR SO
en CD-Audio
"Die Werke der ,klassischen Moderne', das zeigt nicht nur ein Blick in seine Diskographie und Biographie, sind immer wieder Zentrum von Michael Gielens künstlerischem Schaffen. Seine analytischen Fähigkeiten münden hier in klangsinnliche Umsetzungen, die an Prägnanz und Schärfe meist ihresgleichen suchen. Mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg beschäftigt er sich in letzter Zeit verstärkt mit dem Oeuvre Béla Bartoks, einer der Zentralgestalten der europäischen (und im Exil dann auch der amerikanischen) Moderne der ersten Hälfte des letzen Jahrhunderts. Die ,Vier Stücke für Orchester' op.12 (1912/21), das 1. Violinkonzert (1907/08) und die bekannte ,Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta' (1936) füllen nun eine randvolle, grandiose CD des Labels hänssler classic. Präzision und Sinnlichkeit Das bewundernswerte und überzeugende an diesen Interpretationen ist, dass Gielen und seine Musiker sich nicht für eines der gängigen Interpretationsmodelle entscheiden: bei ihnen ist Bartók weder der spätromantische Modernist Karajans, noch der intellektuelle Neutöner Boulez'. Michael Gielen versteht auch Béla Bártok aus seiner eigenen Zeit heraus, zeigt sowohl die Anlage der Auseinandersetzung mit Traditionen und Zeitgenössischem, wie auch Bartóks formale und harmonische Kühnheiten. Sah Ulrich Schreibe in solchen Herangehensweisen Anfang der 1970er Jahre noch Grenzen, so demonstriert Gielen, dass es genau diese Perspektive ist, die Bartók vom Akademisch-Trockenen hin zu einer sinnlich erfahrbaren Lesart führt. Musiziert wird, wie stets unter Gielen, mit einer bewundernswerten Genauigkeit. In der subtil differenzierten Orchesterbehandlung hat jede Stimme ihren angemessenen Platz, steht im Dialog mit dem übrigen Geschehen und trägt zu einer selten gehörten Transparenz der komplexen Partituren bei. Gerade die ,Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta', das wohl populärste Werk der Zusammenstellung, setzt hier Maßstäbe an Genauigkeit und Klangkapriolen. Der Zugang zu den polyphonen Strukturen der Partituren, scheint dem Hörer nie so einfach gewesen zu sein. Die unbedingte Genauigkeit in der Umsetzung von rhythmischen Strukturen, Tempo- und Dynamikvorgaben verleihen dem Werke eine Intensität, das es - etwa im Allegro - in die Nähe von Strawinskys großen Ballettmusiken rückt. Hier führt jede Stimme ein Eigenleben und ist doch ohne die übrigen nicht zu denken. Nicht minder faszinierend das Ergebnis in der sorgfältigen Inszenierung der Klangfarben in den vier Orchesterstücken op.12, die sich mit dem spätromantischen Orchesterapparat, der bei Liszt seinen Ausgang nahm und in Richard Strauss seinen Höhepunkt erreicht hatte, auseinandersetzen. Doch nicht eine verkappte Tondichtung erklingt unter Gielens Leitung, sondern ein aufregendes und pulsierendes Orchesterwerk mit deutlich kontrastierenden Abschnitten. Hier feiert, entgegen dem weltpolitischen Zusammenbruch der Entstehungszeit, die Melodie und der tänzerische Rhythmus noch einmal Urstände, um schließlich in den großen ,Marcia funebre' des Schlusssatzes zu münden, der quasi im Nichts verhallt. Das zweisätzige Violinkonzert, gespielt von Christian Ostertag, der seit 1996 Konzertmeister des Orchesters ist, besticht mit der intensiven, um keine Farbnuance verlegenen, lyrischen Tongebung des Solisten, der sich, technisch brillant, als Teil des Ganzen versteht. Die Sorgfältigkeit mit der hier die Streicherstudie zu Beginn gestaltet wird, bis sie zur vollen Intensität angewachsen ist, ist von großer Spannung geprägt, die in der virtuosen Leichtigkeit mit der das darauffolgende ,Allegro giocoso' einsetzt, einen überzeugenden formalen Kontrapunkt findet. Es sind auch interpretatorisch schlüssige Bezüge wie dieser, die diese CD zum besonderen Hörereignis werden lassen." Uwe Schneider auf www.klassik.com "Gielen führt das Orchester präzise und bestimmt, lässt sich aber bei den Tempoumschwüngen auch Zeit und erlaubt so den Bartókschen Klängen das freie Atmen. Das ist grandios und wirkt sich ungemein positiv auf die heikel zu realisierende Balance zwischen Solist und Orchester aus. Sowohl Ostertag als auch das SWR Sinfonieorchester glänzen mit einer in sich abgerundeten Darstellung, wie sie kaum besser vorstellbar ist." Dr. Stefan Drees auf www.klassik.com
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Preț: 12411 lei

Puncte Express: 186

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2195 2576$ 1904£

Indisponibil temporar

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Specificații

ISBN-13: 4010276017585
Greutate: 0.1 kg
Editura: Naxos Deutschland Musik & Video Vertriebs-GmbH / Poing