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Hand an sich legen

Autor Jean Améry
de Limba Germană Paperback – 11 apr 2012
'Wer abspringt, ist nicht notwendigerweise dem Wahnsinn verfallen, ist nicht einmal unter allen Umständen ¿gestört¿ oder ¿verstört¿. Der Hang zum Freitod ist keine Krankheit, von der man geheilt werden muß wie von den Masern. ... Der Freitod ist ein Privileg des Humanen.'
Jean Améry
Jean Amérys Hand an sich legen ist ein schonungsloser, intellektuell scharfer Diskurs über den Freitod. Der Essayist nähert sich einem der größten Tabus mit philosophischer Strenge und persönlicher Eindringlichkeit, ohne sich in akademischer Distanz zu verlieren. Sein Ton bewegt sich zwischen moralischer Empörung und tiefem Mitgefühl. Améry verzichtet auf statistische Erklärungen und psychologische Diagnosen; er sieht den Freitod von innen, aus der Perspektive derer, die ihn in Erwägung ziehen. Dabei legt er die Widersprüche offen, die sich aus religiösen, gesellschaftlichen und ethischen Bewertungen ergeben, und plädiert für eine differenzierte, humane Betrachtung, die weder verharmlost noch verurteilt. Hand an sich legen ist eine philosophische und literarische Annäherung an die Bedingung des Suizidalen.Das Buch fordert gewohnten Urteile heraus und eröffnet Raum für ernsthafte, schmerzhafte Fragen nach Autonomie, Würde und Verantwortung. Wer sich auf eine anspruchsvolle, nachwirkende Lektüre einlassen will, findet in Amérys prägnanter Sprache eine kraftvolle Einladung zum Nachdenken.
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Specificații

ISBN-13: 9783608939477
ISBN-10: 3608939474
Pagini: 176
Dimensiuni: 125 x 203 x 17 mm
Greutate: 0.22 kg
Ediția:18. Druckaufl. 2021
Editura: Klett-Cotta Verlag

Notă biografică

Jean Améry, im Oktober 1912 als Hans Mayer in Wien geboren, zählt zu den bedeutendsten europäischen Intellektuellen der sechziger und siebziger Jahre. Seine bahnbrechenden Essays sind in ihrer Bedeutung vielleicht nur mit den Schriften Hannah Arendts und Theodor W. Adornos zu vergleichen. Als Reflexion über die Existenz im Vernichtungslager stehen sie vermutlich Primo Levis Büchern am nächsten. Zugleich jedoch hat Améry wie kaum ein anderer Intellektueller die deutsche Öffentlichkeit mit französischen Denkern und Schriftstellern bekannt gemacht und konfrontiert.
Jean Améry starb im Oktober 1978 durch eigene Hand.

Von Irene Heidelberger-Leonard ist bei Klett-Cotta eine Biographie von Jean Améry erschienen.

Bei Klett-Cotta erscheint die neunbändige, reich kommentierte Werkausgabe mit zahlreichen noch nicht veröffentlichten Texten. Damit besteht zum ersten Mal ein Gesamtüberblick über das vielseitige Werk Amérys.