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Gewalt und Anmut: Weiblicher Heroismus in der Literatur und Ästhetik um 1800: Lettre

Autor Mareen van Marwyck
de Limba Germană Electronic book text – 31 dec 2009
In der Literatur und Ästhetik um 1800 ist »Anmut« nicht nur Bewegungsschönheit und Ausdruck weiblicher Sittlichkeit. Sie ist, so zeigt diese Studie, zugleich eine Form der Ästhetisierung und Heroisierung weiblicher Gewalt. Als alternativer Topos zum männlich codierten Erhabenen etabliert sich in Texten wie Schillers »Jungfrau von Orleans« und Kleists »Penthesilea« eine Ästhetik graziöser Kampftänze, die bis zum zeitgenössischen Actionfilm die Inszenierung weiblichen Heldentums prägt. Die anmutige Gewaltästhetik stellt nicht nur eine prekäre Verschränkung bürgerlicher Weiblichkeit mit militärischem Handeln dar, sondern unterläuft zugleich die »doppelte Ästhetik« eines harmonischen Schönen und eines gewaltsamen Erhabenen. Die Aufhebung dieser Dualität steht jedoch nur scheinbar im Widerspruch zu den Theorien des 18. Jahrhunderts - sie ist vielmehr in den Anmutskonzeptionen selbst angelegt und wird zudem durch die Ästhetik der europäischen Fechtkunst vorbereitet. Mit einem diskursanalytischen Verfahren erforscht Mareen van Marwyck die gewaltästhetisierenden und -heroisierenden Mechanismen der Anmut und eröffnet damit eine neue Perspektive auf die Inszenierung weiblichen Heldentums und das Verhältnis von Gewalt und Ästhetik im ausgehenden 18. Jahrhundert.
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Din seria Lettre

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Specificații

ISBN-13: 9783839412787
ISBN-10: 3839412781
Pagini: 314
Ediția:1. Aufl.
Editura: Transcript Verlag
Colecția Transcript Verlag
Seria Lettre

Locul publicării:Bielefeld

Notă biografică

Mareen van Marwyck (Dr. phil.) lehrt derzeit an der Universität Pune in Indien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Literatur und Ästhetik des 18. Jahrhunderts, Performativitätsforschung und Gender Studies.