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Frauenhass 2.0:

Autor Jessica Peters
de Limba Germană Paperback – 29 iun 2026
Frauenhass, antifeministische Ideologien und digitale Radikalisierung sind längst keine Randphänomene mehr. In sozialen Netzwerken, Foren und Online-Communities entstehen Räume, in denen sich Frustration, Feindbilder und Gewaltfantasien gegenseitig verstärken - oft mit realen gesellschaftlichen Folgen. Diese Untersuchung beschäftigt sich mit den Mechanismen moderner Misogynie und der Frage, wie digitale Räume zur Verbreitung und Normalisierung antifeministischer Narrative beitragen. Im Fokus steht dabei die Incel-Bewegung als Beispiel für eine Onlinekultur, in der soziale Isolation, ideologische Radikalisierung und Gewaltpotenzial eng miteinander verwoben sind. Die Verbindung soziologischer, kriminologischer und sicherheitspolitischer Perspektiven zeigt, warum misogyn motivierte Gewalt noch immer unterschätzt wird. Gleichzeitig analysiert die Arbeit historische Kontinuitäten patriarchaler Machtordnungen, digitale Radikalisierungsprozesse und Defizite in der sicherheitsbehördlichen Erfassung antifeministisch motivierter Straftaten. Empirische Fallanalysen verdeutlichen zudem, wie individuelle Kränkung in kollektive Feindbilder und reale Gewalt übersetzt werden. Hierdurch werden die Herausforderungen aufgezeigt, die sich daraus für demokratische Gesellschaften, Sicherheitsbehörden und den öffentlichen Diskurs ergeben. Ein fundierter Beitrag zur aktuellen Debatte über Antifeminismus, digitale Radikalisierung und die sicherheitspolitische Relevanz moderner Misogynie.
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Specificații

ISBN-13: 9783866769786
ISBN-10: 3866769784
Pagini: 180
Dimensiuni: 211 x 144 x 15 mm
Greutate: 0.22 kg
Editura: Verlag f. Polizeiwissens.

Cuprins

1 Einleitung 2 Soziologische Perspektiven auf Gesellschaft und Geschlecht 2.1 Historische und kulturelle Entwicklung von Geschlechterrollen 2.2 Sozialisation und Geschlechterstereotype 2.3 Feminismus und Antifeminismus im gesellschaftlichen Kontext und die Interaktion mit gruppenbezogener Feindlichkeit 3 Frauenhass als gesellschaftliches Phänomen 3.1 Ursachen und Formen von Frauenhass auf verschiedenen Ebenen sowie behördliche Erfassungspraktiken 3.2 Manifestationen von Antifeminismus: Vom Alltagssexismus zur Radikalisierung - relevante Theorien und Erklärungsansätze 3.3 Die Rolle sozialer Medien bei der Verbreitung von Frauenhass und Übergang zu extremistischer Gewalt 4 Die Incel-Bewegung als Form des radikalen Frauenhasses 4.1 Ursprung, Entwicklung und zentrale Narrative der Incel-Ideologie 4.2 Typologien innerhalb der Bewegung und digitale Kommunikationsräume 4.3 Die deutsche Incel-Szene 4.4 Radikalisierungsprozesse und Gewaltpotenzial der Incel-Community 4.5 Kriminologische Perspektiven 4.6 Fallbeispiele: Von der Online-Radikalisierung zu realen Taten 4.6.1 Elliot Rodger, 2014, USA 4.6.2 Alek Minassian, 2018, Kanada 4.6.3 Jake Davison, 2021, England/ Großbritannien 4.6.4 Stephan Balliet, 2019, Deutschland 4.6.5 Weitere Taten und Täter anhand der erarbeiteten Fallstruktur 4.7 Analyse wiederkehrender Muster und vergleichende Bewertung 5 Einordnung und Diskussion der sicherheitspolitischen Relevanz des Phänomens in Deutschland 5.1 Unsichtbare Gefahr? Die polizeiliche Erkennung Incel-bezogener Straftaten in Deutschland 5.2 Herausforderungen bei der Identifizierung und strafrechtlichen Verfolgung antifeministischer Hasskriminalität im digitalen Raum 5.3 Reflexion und praxisorientierte Ansätze 6 Fazit und Ausblick Literaturverzeichnis