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Decker, O: Warenkörper


en Paperback – iun 2011
Die Ökonomisierung erfasst den menschlichen Körper, er wird zur Ware. Am deutlichsten ist das in der modernen Medizin. Sie braucht den Körper als Ressource, ob in der Stammzellforschung oder der Organtransplantation. So wird der menschliche Körper und werden seine Teile zum Handelsgut. Das war der Körper im historischen Umbruch zur Moderne schon einmal: Der ganz Europa erfassende Reliquienhandel machte menschliche Körperteile zum begehrtesten Handelsgut - und zum Heilsgut. Mit dieser Vorgeschichte wird auf einen Schlag sichtbar, dass der Griff nach dem menschlichen Körper keine ökonomische Landnahme ist: Waren-Gesellschaft und moderne Medizin verbindet mehr, als sie an ihrer Oberfläche zu erkennen geben. Der für die Psychoanalyse Freuds und für die Theorie Marx' so zentrale Begriff des Fetischismus wirft ein Licht auf den 'theologischen Glutkern' (Adorno) von kapitalistischem Markt und moderner Medizin. Die 'untergründige Geschichte des Körpers' (Horkheimer/Adorno) ist an zentraler Position in einer Dialektik der Aufklärung.
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Specificații

ISBN-13: 9783866741492
ISBN-10: 3866741499
Pagini: 320
Dimensiuni: 128 x 206 x 25 mm
Greutate: 0.39 kg
Editura: Klampen, Dietrich zu

Recenzii

»Geniale Darlegung«Lars Quadfasel in : Konkret, 4/2013

Notă biografică

Oliver Decker, Jahrgang 1968, studierte Psychologie, Soziologie und Philosophie. Nach seinem Abschluss zum Diplom-Psychologen promovierte er 2003 an der Universität Kassel zum Doktor der Philosophie und habilitierte sich 2010 an der Universität Hannover in Sozialpsychologie. Er ist u.a. seit 2013 Vorstandssprecher des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung an der Universität Leipzig und seit 2002 Mitherausgeber der 'Mitte-Studien' zum Rechtsextremismus in Deutschland. Er veröffentlichte bei zu Klampen 'Der Warenkörper' (2011), 'Vom KZ zum Eigenheim' (2016) und 'Der Berlin-Monitor' (2019).