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Das fremde Mittelalter: Schriften des Mittelalterlichen Kriminalmuseums Rothenburg ob der Tauber, cartea 11

Autor Peter Dinzelbacher
de Limba Germană Hardback – 15 sep 2020
Wie ,fremd' ist uns das Mittelalter? Diese Frage der Mentalitätsgeschichte ist am deutlichsten zu beantworten, wenn wir für uns nicht nachvollziehbare Phänomene betrachten, etwa die Gottesurteile: Zweikämpfe sollten Verbrecher überführen, die Kirche segnete die Waffen der Kämpfer und führte Wasserproben durch. Nicht minder fremd wirken die späteren Tierprozesse: Vor weltlichen Instanzen wurden Verfahren gegen Haus- und Nutztiere geführt, während geistliche Gerichte Schädlinge wie Engerlinge exkommunizierten oder mit ihnen Vergleiche abschlossen. Wie aber hätte die Kommunikation funktionieren sollen?
Grundsätzliche Differenzen im Weltbild darzulegen hilft, ,das fremde Mittelalter' besser zu verstehen: Die Dominanz des Religiösen, die Suche nach Autoritäten, assoziatives und bildhaftes Denken, der Primat von Körperlichkeit und Spontaneität gaben ethischen wie rechtlichen Konzepten Raum, die mit der Aufklärung und der ,Entzauberung' durch die Naturwissenschaften unvereinbar geworden sind.
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Specificații

ISBN-13: 9783534403936
ISBN-10: 3534403932
Pagini: 384
Ilustrații: 7 schwarz-weiße Abbildungen, 11 Abbildungen
Dimensiuni: 153 x 216 x 25 mm
Greutate: 0.61 kg
Ediția:2., wesentlich erweiterte Auflage
Editura: wbg academic
Seria Schriften des Mittelalterlichen Kriminalmuseums Rothenburg ob der Tauber


Notă biografică

Peter Dinzelbacher, geb. 1948, Dr. phil. habil., studierte Geschichte, Klassische Philologie, Kunstgeschichte und Volkskunde. Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten in Deutschland, Österreich, Italien und Dänemark, seit 1998 Honorarprofessor für Mentalitätsgeschichte an der Universität Wien. Zahlreiche Publikationen, speziell zur Religiosität und Mentalität des Mittelalters, u.a.: "Himmel, Hölle, Heilige. Visionen und Kunst im Mittelalter" (2002), "Europa im Hochmittelalter 1050-1250. Eine Kultur- und Mentalitätsgeschichte" (2003) und - gemeinsam mit Werner Heinz - "Europa in der Spätantike 300-600" (2007).