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Boxen in der DDR

Autor Tim Neumann
de Limba Germană Paperback – apr 2017
Boxen gehörte in der DDR zu den besonders geförderten Sportarten. Ergebnis dieser Förderung waren zahlreiche Medaillen und Titel bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften. In den 1970er- und 1980er-Jahren konkurrierten die Boxer aus der DDR mit den Faustkämpfern aus der Sowjetunion sogar um die Vormachtstellung im europäischen Amateurboxsport. Parallel dazu hat der Boxverband der DDR die Entwicklung des Boxsports sowohl auf europäischer Ebene als auch in der in Weltamateurboxföderation sportpolitisch jahrzehntelang geprägt und konnte hier Normen setzen. Der Autor legt mit diesem Buch die erste wissenschaftliche Studie zu 40 Jahren Boxsport in der DDR vor. Dabei geht er nicht nur auf die sportliche Bilanz, sondern auch auf die politische Funktion, die zugrundeliegende Ideologie sowie die wissenschaftliche Begleitung des Boxens ein. So entsteht ein umfassendes Bild einer in der DDR höchst erfolgreichen Sportart.
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Specificații

ISBN-13: 9783942468800
ISBN-10: 3942468808
Dimensiuni: 170 x 240 x 30 mm
Greutate: 0.97 kg
Editura: arete Verlag

Cuprins

1 Einleitung 1 2 Forschungsstand 8 3 Die allgemeine Entwicklung des Boxens in der SBZ/DDR bis in die Mitte der 1960er Jahre: vom Berufssport zum Amateurboxen 16 3.1 Die Organisation des Amateurboxsports 18 3.2 Die Gründung des DTSB und seiner Sportfachverbände: Der Deutsche Boxsport-Verband der DDR 28 3.3 Die Kaderpolitik des DBV bis zum Leistungssportbeschluss 1969 32 4 Die Integration des Boxverbandes der DDR in die Internationalen Amateurboxföderationen - AIBA und EABA - bis zum Ende der 1970er Jahre 35 4.1 Erste Schritte 38 4.1.1 Konsolidierung 46 4.1.2 Kontinentalbüros der AIBA. Die EABA: Handlungsinstrument der sozialistischen Staaten oder gesamteuropäische Körperschaft? 49 4.1.3 Sportpolitische Aktivitäten bis zum Ende der 1970er Jahre in der AIBA und EABA 51 4.1.4 Der DBV und die Zusammenarbeit mit den sozialistischen Ländern in den internationalen Amateurboxföderationen 57 4.2 Die 1980er Jahre in den internationalen Amateurboxföderationen 68 4.2.1 Die Boxverbände der sozialistischen Staaten und der DBV 71 4.2.2 Kommerzielle Einflüsse in der Weltföderation? Bedrohung für die Leistungszielentwicklung 82 4.2.3 Die Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles 86 4.2.4 Der Weg in die AIBA-Führung 88 4.2.5 Das Olympische Boxturnier 1988 in Seoul 92 4.2.6 Die europäische Föderation in den 1980er Jahren 95 4.3 Die Publikationen der Föderationen 97 5 Die sportliche Bilanz des DBV: Der Auftakt mit einer Olympischen Goldmedaille 100 5.1 Von den Olympische Spiele 1960 in Rom bis zur Europameisterschaft 1971 in Madrid 105 5.1.1 Von den Münchner Spielen bis zum Olympischen Boxturnier von Montreal 1976 111 5.1.2 Die Europameisterschaften in Halle an der Saale 1977 115 5.1.3 Die Olympischen Spiele von Moskau 1980 116 5.1.4 Wieder ein Boykott - Los Angeles 1984 117 5.1.5 Europameisterschaften und Weltcup: 1981 bis 1989 119 5.1.6 Olympische Spiele von Seoul 1988 121 5.2 Weltmeisterschaften 124 5.3 Challenge Matches 127 5.4 Internationale Turniere 127 5.4.1 Chemiepokal 129 5.4.2 Das Internationale Boxturnier von Berlin 130 5.4.3 Turniere mit spezifischer Ausrichtung 131 6 Sportliche Entwicklungshilfe? 133 6.1 Frühe Beziehungen und Transformationen 136 6.1.1 Sportwissenschaftliche Ausbildung 140 6.1.2 Materielle Hilfe 141 6.2 Sportpolitische Abläufe im Kontext der Entwicklungshilfe 141 6.3 Unterstützung unter der Schirmherrschaft der Amateurboxföderationen und des IOC 144 6.4 Die Zusammenarbeit mit Kuba 146 7 Deutsch-deutscher Boxsport - die Beziehung zwischen der Sektion Boxen/DBV der DDR und des DABV der BRD: politische Axiome 148 7.1 Grundlagen und Konventionen des innerdeutschen Sportverkehrs im Boxen bis zur Mitte der 1950er Jahre 149 7.2 Berlin 155 7.3 Innerdeutscher Sportverkehr 158 7.4 Gesamtdeutsche Meisterschaften? 168 7.5 Gesamtdeutsche Olympiamannschaften bis 1968 171 7.6 Auswirkungen der Hallsteindoktrin und des Alleinvertretungsanspruchs der Bundesrepublik auf den innerdeutschen und internationalen Sport 178 7.7 Deutsch-deutscher Sportverkehr und Sportpolitik bis 1989 184 7.8 Ideal, Flucht und Überwachung 188 8 Politischer Sport und Erziehung 199 8.1 Theorie und Praxis im Boxsport bis zum Beginn der 1960er Jahre 203 8.1.1 Disziplinierung beim Fachorgan Illustrierter Boxring 208 8.1.2 Irritation und Intensivierung 209 8.1.3 Politischer Sport? - Politischer Sport! 214 8.2 Organisierte Verbundenheit 217 8.3 Der unpolitische Nursportler im Spannungsfeld des politischen Sports 219 8.4 Die Erziehung der Sportler nach dem Mauerbau 221 8.4.1 Im Blickpunkt der Erziehung: Mexico 1968 und München 1972 224 8.5 Die ideologische Vorbereitung von internationalen Wettkampfreisen 226 8.6 Erziehung in der 1. und 2. Förderstufe 227 8.7 Die komplexe Ausweitung der Erziehung in den 1980er Jahren 231 8.7.1 Der politische Gegner als Gegenstand der Erziehung in den 1980er Jahren: München 1982 - Los Angeles 1984 - Seoul 1988 234 8.8 Schöpfertum - Persönlichkeit 238 9 Förderung, Finanzierung und materielle Situation des Amateurboxens in der DDR 243 9.1 Wende-Resümee 253 9.2 Trainingsmittel in Eigenregie 254 9.3 Vollzeitamateure 255 10 Massensport und Boxen 262 10.1 Der Wettbewerb 265 10.2 Landsport 271 10.3 Das Sportleistungsabzeichen "Bereit zur Arbeit und Verteidigung der Heimat" - BAF 275 11 Hochleistungssport und seine sportwissenschaftliche Begleitung im Boxverband der DDR: Rahmenbedingungen und Selbstverständnis der Sportwissenschaft in der DDR 280 11.1 Das sowjetische Vorbild 283 11.2 Die Evolution von Spitzensport und Sportwissenschaft im Boxen - ein Anfang 290 11.2.1 Entwürfe zu einem eigenständigen Boxstil 294 11.2.2 Stillstände 298 11.2.3 Planungszyklisierung und -hoheit 304 11.2.4 Die praktische Umsetzung im Leistungssport 307 11.2.5 Gegnerbeobachtung 309 11.3 Institutioneller Ausbau und sportwissenschaftliche Entfaltung des "modernen Boxens" 310 11.3.1 Wissenschaftliches Zentrum und Wissenschaftliches Zentrum/ Boxsportforschung des ASK 314 11.3.2 DHfK und Boxverband 317 11.3.2.1 Die Forschungsstelle Boxen und die Entwicklung des "modernen Boxens" 321 11.3.2.2 Die Abteilung "Zweikampfsportarten" an der Forschungsstelle 324 11.3.2.3 Das Forschungsinstitut für Körperkultur und Sport 326 11.3.3 Hochleistungstraining mit wissenschaftlicher Begleitung bis zum Ende der 1960er Jahre 326 11.3.4 Hypoxie 330 11.3.5 Im Blickpunkt: München und Montreal 331 11.3.6 Die Etappen des Hochleistungstrainings 334 11.4 Die 1980er Jahre: Intensivierung und Technisierung 336 11.4.1 Die letzte olympische Herausforderung: Seoul 339 11.4.2 Boxsportforschung am FKS in den 1980er Jahren 341 11.4.3 Die Mess- und Untersuchungsbasis Boxen am FKS 345 11.5 Die Kooperation mit den sozialistischen Ländern 346 11.6 Die Ausbildung der Trainer und Übungsleiter 348 11.7 Die Kampfrichter im nationalen Rahmen 356 11.7.1 Auf internationaler Ebene 362 11.8 Die Klassifizierungen 368 11.9 Die Sportmedizinische Betreuung 372 11.9.1 Sportmediziner in den internationalen Boxföderationen 374 11.9.2 Doping oder unterstützende Maßnahmen und Mittel 376 11.10 Die Nationalmannschaft 379 11.10.1 Boxsektionen in den Leistungszentren des DS/DTSB: Die Schwerpunkte 381 11.10.2 Die Boxsektionen in den Sportclubs 383 11.10.3 Die Delegierungen 390 11.10.4 Die DDR-Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften in der Kontroverse von Leistungssport und Basis 394 11.10.5 Einzelmeisterschaften und Bestenermittlungen 395 11.10.6 Mannschaftsmeisterschaften 400 12 Die Nachwuchsarbeit des Boxverbandes: Die Herabsetzung der Altersbeschränkung für die Wettkampfteilnahme 407 12.1 Die Ausformung eines Wettkampfsystems für den Nachwuchs: Die Spartakiaden 409 12.2 Der weitere Ausbau des Wettkampfsystems 413 12.3 Dissonanzen 416 12.4 Sichtung und Ausbildung 1949 bis 1975: Legislative Handreichung 417 12.4.1 Erste Schritte 418 12.4.2 Unter der Ägide des DTSB 421 12.4.3 TZ-, KJS- und Stützpunktbildung 426 12.4.4 Allmähliche Systematisierung 427 12.5 Sichtung und langfristiger Leistungsaufbau im Fördersystem des DDR-Leistungssports 430 12.5.1 Die Einheitliche Sichtung und Auswahl (ESA) 431 12.5.2 Die Trainingszentren 433 12.5.3 Die Kinder- und Jugendsportschulen 439 12.5.4 Die Nachwuchsgewinnung der Sportclubs 443 12.5.5 Schranken in der Entwicklung und Delegierung junger Sportler 447 12.6 Die internationale Leistungsentwicklung des DBV-Nachwuchses 449 12.6.1 Internationale Nachwuchsturniere 451 12.6.2 Die Jugendwettkämpfe der Freundschaft 453 12.6.3 Junioren-Europameisterschaften 454 12.6.4 Junioren-Weltmeisterschaften 456 12.7 Boxen im Schulsport 458 13 Die Mitgliederentwicklung der Sektion Boxen/DBV der DDR 463 14 1989/90: Das Ende des DBV 469 14.1 Die letzte Runde 474 14.2 Der Zusammenschluss mit dem DABV 475 15 Resümee 488 Anhang 495 Interviews 495 Autorisiertes Interview mit Prof. Dr. Helmut Kirchgässner, Leipzig vom 10. August 2013 495 Autorisiertes Interview mit Dr. Horst Fiedler, Leipzig vom 15. September 2010 501 Autorisiertes schriftliches Interview mit Hubert Reinhold, Frankfurt/Oder vom 9. April 2008 508 Autorisiertes Interview mit Hans-Dieter Kästner, Wurzen vom 30. August 2010 513 Autorisiertes Interview mit Karl-Heinz Wehr, Berlin vom 8. Dezember 2009 518 Autorisiertes Interview Dr. Ottomar Sachse, Halle/Saale vom März 2011 528 Abkürzungsverzeichnis 536 Quellen und Literaturverzeichnis 540 Quellen aus den Archiven 540 Bundesarchiv mit Stiftung der Parteien und Massenorganisationen der DDR (SAPMO-BArch), Berlin/Lichterfelde 540 Staatliches Komitee für Körperkultur und Sport/Staatssekretariat für Körperkultur und Sport 540 Deutscher Sportausschuss/Deutscher Turn- und Sport-Bund 540 Universitätsarchiv Leipzig (UAL) 540 Forschungsstelle/Forschungsinstitut für Körperkultur und Sport 540 Ungedruckte und veröffentlichte Quellen 540 Sekundärliteratur 544 Anlage 1 bis 7 - Zitate 558 Anlage 1 - Zitat 558 Anlage 2 - Zitat 559 Anlage 3 - Zitat 561 Anlage 4 - Zitat 563 Anlage 5 - Zitat 565 Anlage 6 - Zitat 566 Anlage 7 - Zitat 567 Anlage 8 - Strukturplan des Deutschen Boxverbandes 569

Notă biografică

Tim Neumann hat Mittlere und Neuere Geschichte, Historische Hilfswissenschaften/Archivwissenschaft und Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig studiert. Dort promovierte er für das Fachgebiet Vergleichende Kultur- und Gesellschaftsgeschichte. Er kennt als ehemaliger Sportler und später als Trainer den Boxsport seit 1994.