Duden Neuheiten. Grün (Germană)

Wer zurzeit einen Spaziergang durch Wälder und Wiesen macht oder in den Garten hinaustritt, gerät ins Schwärmen angesichts des frischen Grüns, das überall sprießt.

Lesen Sie Interessantes zu Herkunft und Bedeutung des Farbadjektivs grün,  auf gewisse orthografische Tücken dieser Frühlingsfarbe machen wir Sie im zweiten Teil aufmerksam. Um ein grünes Gewächs geht es schließlich in einer Redensart, die wir abschließend wegen ihrer bemerkenswerten Geschichte für Sie nachgeschlagen haben.

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grün

Das Adjektiv grün bedeutete ursprünglich „wachsend, sprießend“ oder auch „grasfarben“ und ist verwandt mit der Wortgruppe von Gras. Im Deutschen wird es oft nicht nur als Farbbezeichnung verwendet, sondern im Gegensatz zu „trocken, verwelkt“ im Sinne von „frisch, jung, sprießend“ gebraucht oder als Gegensatz zu „rot, reif“ im Sinne von „unreif“, auch „unerfahren“. Man denke an die Zusammensetzung Grünschnabel.

Ebenso steht das substantivierte Adjektiv Grün oft nicht nur für die Farbbezeichnung, sondern ist ein Synonym für „frisches Laub“ und „freie Natur“: Lasst uns endlich mal wieder ins Grüne radeln.

Groß- und Kleinschreibung von grün

Nicht ganz leicht fällt hin und wieder die Entscheidung zwischen Groß- und Kleinschreibung, wenn es um feste Verbindungen mit dem Adjektiv grün geht. Großzuschreiben sind Verbindungen, die echten Eigennamencharakter haben; dazu gehören beispielsweise die Grüne Insel (Irland), das Grüne Gewölbe (Kunstsammlung in Dresden), der Grüne Veltliner (eine Weinsorte) oder der berüchtigte Grüne Knollenblätterpilz.

Nicht als Eigennamen anzusehen sind Verbindungen wie die grüne Welle, die grüne Minna, diegrüne Versicherungskarte oder auch ein grüner Junge. Doch Vorsicht: Es gibt auch eine Reihe von Kombinationen, bei denen beide Varianten – Groß- und Kleinschreibung – möglich sind. Vertreter dieser Gruppe sind etwa die grüne/Grüne Lunge, der grüne/Grüne Punkt oder auch dasgrüne/Grüne Trikot.

 Ins Gras beißen

umgangssprachlich: (gewaltsam) sterben:

Die Redensart, deren konkrete Bedeutung dem Verständnis keine Schwierigkeiten bereitet, ist seit dem 16. Jh. bezeugt. Interessant ist sie wegen ihrer Geschichte. Sie hat Parallelen in einigen europäischen Sprachen, die alle auf antike Vorbilder zurückgehen. Statt „Gras“ werden die Wörter „Erde“, „Staub“ oder „Sand“ verwendet: französisch „mordre la poussière“, italienisch „mordere la terra“, spanisch „morder la tierra“, niederländisch „in het zand bijten“, englisch „to bite the dust (ground)“. Das Dänische folgt dagegen dem Deutschen: „bide i graesset“.

Vorbild für die „Erde“-Versionen ist die Antike. In Homers „Ilias“ heißt es z. B., […] nach J. H. Voß: „zween Kriegsmänner … knirschten den Staub mit den Zähnen …“.
Der römische Dichter Vergil spricht in seiner „Äneis“ von „humus“ und „terra“ = Erde, Ovid in den „Metamorphosen“ von „arena“ = Sand.

Warum in der deutschen Redensart „Erde“ durch „Gras“ ersetzt wurde, erklärt Grimm im „Deutschen Wörterbuch“ so: „Der Wechsel des Wortes in der dt. Redensart, ‚Gras‘ anstelle von ‚Erde‘, erklärt sich aus dem gerade im älteren Deutschen häufig bezeugten Gebrauch von ‚Gras‘ für den Erdboden …, wo ‚Gras‘ einen Symbolwert hat in Wendungen, die einen gewaltsamen Tod umschreiben.“ […]

Author: aralya

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1 thought on “Duden Neuheiten. Grün (Germană)”

  1. daca cineva nu a inteles despre ce e vorba, goagale ne da o mana de ajutor 😀

    citez:

    “Care în prezent se duce pentru o plimbare prin pădure şi pajişti şi iese în grădină devine, este entuziast în faţa Verzilor proaspete, care creşte peste tot.”

    am incheiat citatul, al de sus sa ne aiva in paza 😀

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