Duden Neuheiten. Fragesätze (Germană)

Fragesätze

„Denkst du auch gerade ans Wochenende“ – eine direkte, einfache Frage. Es gibt nur wenige Antwortmöglichkeiten: „Ja“ und „Nein“ sind die gängigen, denkbar wäre bei einer anderen Fragestellung auch „Vielleicht“ oder „Ich weiß es nicht“. Diese geschlossenen Fragen oder Entscheidungsfragen stellen durch ihr klar vorgegebenes Thema eine gewisse Vertrautheit zwischen den Gesprächspartnern her und dienen oft dazu, Gemeinsamkeiten zu betonen.

Ganz anders hingegen die besonders bei Männern gefürchtete Frage: „Woran denkst du gerade?“ Hierbei handelt es sich um eine offene Frage, gerne auch als W-Frage bezeichnet, da sie stets mit einem Fragewort wie z. B. wie, wo, wer, wie lange etc. eingeleitet wird. Ein einfaches „Keine Ahnung“ wird hier nicht als angemessene Antwort gesehen; der Fragende erhofft sich vielmehr möglichst viele neue Informationen.

Und dann gibt es noch Fragen, die eigentlich keine sind. „Du denkst doch daran, den Müll rauszubringen?“ Diese Art der Fragestellung lässt kein „Nein“ zu, vielmehr suggeriert sie bereits die allein richtige Antwort „Aber ja, selbstverständlich“. Deshalb spricht man hier von Suggestivfragen, die den Gesprächspartner beeinflussen sollen. Allerdings sind sie einer offenen Kommunikation nicht gerade förderlich. Bei rhetorischen Fragen wird überhaupt keine Antwort mehr erwartet. Der Sprecher gibt die Antwort häufig sogar selbst: „Hast du dir mal überlegt, wie viel das kostet? Nein, natürlich nicht.“ Da die rhetorischen Fragen keine Frageintention mehr haben, lässt sich das Fragezeichen am Ende häufig durch ein Ausrufezeichen ersetzen: „Wer könnte dieses Angebot schon ablehnen!“

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Personal- oder Reflexivpronomen

Das Reflexivpronomen sich verwenden wir, um einen Bezug zum Subjekt (oder auch zum Dativ- bzw. Akkusativobjekt) eines Satzes herzustellen. Dabei kommt das Reflexivpronomen obligatorisch bei echt reflexiven Verben vor („Das versteht sich von selbst“) oder es steht, was für unsere Fragestellung wichtig ist, als Ersatz für das Personalpronomen im Dativ oder im Akkusativ. Nur – wann ist welches Pronomen angebracht?

Dieses Problem stellt sich häufig bei Akkusativkonstruktionen, die einen Infinitiv enthalten: „Sie hörte ihn reden.“ Wenn es nun heißt: „Sie hörte ihn über sich reden“ – über wen wurde dann gesprochen? Höchstwahrscheinlich ging es um den Herrn selbst, denn bei Bezug aufs Akkusativobjekt (ihn) wird das Reflexivpronomen verwendet.
Möglich wäre allerdings auch, dass er über die Dame gesprochen hat, denn obwohl beim Bezug auf das Subjekt (sie) das Personalpronomen gesetzt werden sollte, wird in der Praxis häufig das Reflexivpronomen benutzt, z. B.: „Sie sah ihn auf sich zukommen“ statt: „Sie sah ihn auf sie zukommen.“

 Wenn es nur eine Interpretation der Situation gibt, ist das auch nicht weiter tragisch. Sind allerdings beide Bezugsmöglichkeiten denkbar, sollten Sie den Bezug aufs Subjekt durch das Personalpronomen deutlich machen: „Sie hörte ihn über sie sprechen“ ist eindeutig. Ebenso eindeutig ist die Lage übrigens, wenn die Infinitivkonstruktion noch ein Dativobjekt enthält. Hier darf nie das Reflexivpronomen stehen, sondern es wird stets das Personalpronomen verwendet: „Sie sah ihn ihr (nicht: sich) zuwinken.“

Wie ein Ölgötze (dastehen u. a.)

umgangssprachlich: stumm und steif, teilnahmslos, dumm, langweilig: Das im 1. Drittel des 16. Jh.s zuerst bezeugte Wort „Ölgötze“ bedeutete ursprünglich eine mit Ölfarbe angestrichene hölzerne Götzenfigur. Luther und seine Anhänger gebrauchten es als Schimpfwort für die mit dem heiligen Öl geweihten katholischen Priester, Bischöfe und Päpste sowie für die Heiligenstandbilder in den katholischen Kirchen einschließlich ihrer Anbeter.

Author: aralya

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