Duden Neuheiten. Das schönste deutsche Wort …


Wenn man schon Fehler macht, dann richtig – nämlich so, dass sie keine Fehler mehr sind, sondern als gewollt durchgehen müssen. Ein Beispiel dafür sind die sogenannten Schüttelreime.
Echte Fehler schleichen sich gern mal ein, wenn es darum geht, wie ungewöhnlichere diakritische Zeichen zu verwenden sind.
Aber natürlich muss es in der Sprache durchaus nicht nur um die schnöde Frage „Richtig oder falsch?“ gehen. Darum haben wir für Sie noch das schönste deutsche Wort nachgeschlagen.


Mit Duden sicher durchs Wirtschaftswissen navigieren

Duden Ratgeber - Wie Wirtschaft funktioniert
Der Duden-Ratgeber „Wie Wirtschaft funktioniert“ erklärt in der 2., aktualisierten Auflage die wirtschaftlichen Zusammenhänge einer globalisierten Welt.

Die Finanzkrise und ihre Folgen haben Banken, Märkte und Börsenkurse ins breite Licht der Öffentlichkeit gerückt. Wer da mitreden möchte, braucht ein profundes Wirtschaftswissen. Doch Wirtschaft erscheint oft als komplexes, kaum durchschaubares System.

Das Buch macht Zusammenhänge sichtbar und hilft Ihnen dabei, Aufbau und Funktionsweise dieses Systems besser zu verstehen. 144 Themen aus Wirtschaftstheorie, Wirtschaftspolitik und Wirtschaftspraxis werden auf je einer Text- und einer Abbildungsseite mit über 400 Infografiken, Tabellen, Übersichten und Beispielen anschaulich aufbereitet. Neu dabei sind u. a. die Themen „Schuldenkrise in Europa“ und „Energiewende“.

Schüttelreime

Das Deutsche ist in der Tat eine recht gut erforschte Sprache. So ist es gar nicht verwunderlich, dass sich die Psycholinguisten auch der Versprecher angenommen haben, um sie systematisch zu untersuchen. Eine ziemlich häufige Art von Versprecher ist das Vertauschen von Silben – entweder von Silbenanfängen wie in „nass vor Bleid“ statt „blass vor Neid“, „ein großes Schankedön“ statt „ein großes Dankeschön“ oder Silbenenden wie in „Außerseitentum“ statt „Außenseitertum“.

Wie viele andere Arten der Versprecher wird auch diese Art immer wieder gern bewusst als „Kunstform“ eingesetzt, und zwar im sogenannten Schüttelreim: „Der weltberühmte Reimhecht // der hat im Teiche Heimrecht.“ „Welch Taube haucht der Taubenhaucher? // Welch Schlund ertaucht der Haubentaucher?“ „Eins will ich durch jede Röhre röhren: // Man kann doch keinen Stör verhören // und so die raren Störe stören, // nur, weil sie Kröten, wie ich hör, verstören.“
Ein besonderer spielerischer Ehrgeiz äußert sich in Schüttelreimen, die ganz auf ungeschüttelte Anteile verzichten: „Du bist // Buddhist.“ „Weber lehrte // Leberwerte.“ „Till, iss // Iltis!”

 

Diakritische Zeichen

Als diakritisches Zeichen bezeichnet man ein Zusatzzeichen zu einem Buchstaben, das darauf hinweist, wie der Buchstabe an dieser Stelle ausgesprochen wird. Im Deutschen werden nur die Umlautpunkte in „ä“, „ö“ und „ü“ als diakritische Zeichen verwendet. Bei Fremdwörtern können allerdings auch andere diakritische Zeichen auftreten. Die häufigsten sind:

– die Akzente aus dem Französischen, zum Beispiel der Accent aigu: „ein schönes Exposé“, der Accent grave: „Crème de la Crème, 3 Exemplare à 14,95 Euro“, und der Accent circonflexe (als Dehnungszeichen für ein in früheren Zeiten noch vorhandenes nachfolgendes „s“): „Côte d’Azur“

– die Cedille, die z. B. im Französischen anzeigt, dass ein „c“ wie [s] gesprochen wird: „ein Aperçu, Curaçao“

– die Tilde, die im Spanischen „n“ als nasales „nj“ kennzeichnet: „Zucker im Kaffee und Zitrone oder Sahne in den Tee und im Herzen alle Tage lang Amor: Das ist wunderbar, Señor“ (Erik Silvester). Im Portugiesischen und im internationalen phonetischen Alphabet zeigt sie einen durch die Nase gesprochenen Laut an: „São Paulo, [bõ’bõ:] (= Bonbon)“

– der Háček, der besonders in slawischen Sprachen einen tsch-Laut oder einen stimmhaften Reibelaut anzeigt: „Háček, Škoda“ etc.

Das schönste deutsche Wort …

… wurde 2004 im Rahmen eines vom Deutschen Sprachrat initiierten internationalen Wettbewerbes gekürt. Die folgenden Wörter wurden aus 22.838 Einsendungen aus 111 Ländern ausgewählt:
1. Habseligkeiten
2. Geborgenheit
3. lieben
4. Augenblick
5. Rhabarbermarmelade

Die im Inland wie Ausland am häufigsten genannten Wörter waren „Liebe“ – Spitzenreiter in Bulgarien, Österreich, der Schweiz und Slowenien – und „Gemütlichkeit“ – auf Platz 1 in den USA. In Finnland und Polen waren es „Vergissmeinnicht“, in Frankreich und Italien „Sehnsucht“ und in den Niederlanden „Fingerspitzengefühl“.

Author: aralya

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