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Liebe Leserin, lieber Leser,die Pluralbildung bestimmter Substantive ist im Deutschunterricht eine beliebte Übung, die so manchen Schüler oder Studierenden vor recht große Probleme stellt. Warum dies so ein heikles Thema sein kann, erklären wir gleich zu Beginn. Wir bleiben beim Plural und zeigen Ihnen im zweiten Teil, dass der Plural auf -s keineswegs nur auf Fremdwörter aus dem Englischen und Französischen beschränkt ist.Abschließend erfahren Sie noch Wissenswertes über gleichlautende Wörter, sogenannte Homonyme.Viel Vergnügen beim Lesen wünscht IhnenIhre Duden-Sprachberatung
Was Sie schon immer wissen wollten
Pluralformen Auf die Frage, wie der Plural von Milch lautet, würde mancher vielleicht spontan antworten: „Milch hat doch gar keinen Plural!“ In der Tat sind Wörter wie Milch, Blut, Wasser Gattungsbezeichnungen, sogenannte Appellative, die im Allgemeinen nur im Singular verwendet werden. Sollen bei solchen Gattungsbezeichnungen allerdings verschiedene Sorten unterschieden werden, ist die Pluralbildung durchaus üblich, man spricht in diesem Fall von der Sortenlesart. Sie erscheint vor allem im fachsprachlichen Bereich:Babys gewöhnen sich nur schwer an zwei verschiedene Milche. Für den Geschmack beider Wässer sind vor allem die Mineralstoffe von Bedeutung.Recht knifflig gestaltet sich die Pluralbildung auch bei Substantiven, die die Bedeutung verändern, also etwa Wörter/Worte, Mütter/Muttern, Bänder/Bande. Im Sinne von „Lautgebilde bestimmter Bedeutung, Einzelwort“ wird die Pluralform Wörter verwendet, in der Bedeutung „Äußerung, Ausspruch, Erklärung“ steht der PluralWorteDieser Satz besteht aus sechs Wörtern. Das sind ja starke Worte!Die umlautlose Pluralform Muttern bezeichnet das Gegenstück zur Schraube: Keine der Muttern passte.Das Wort Band wiederum im Sinne von „Gewebestreifen zum Binden“ hat die Pluralform die Bänder, im Sinne von „Bindung, enge Beziehung“ lautet der Plural aber die BandeDie Familienbande ließen sich nicht so einfach abschütteln.
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Hätten Sie’s gewusst?
Plural auf -s Hin und wieder wird die Auffassung vertreten, der Plural auf -s beschränke sich hauptsächlich auf Fremdwörter aus dem Englischen und Französischen – die Flops, die Chips, die Ballons – und sollte ansonsten vermieden werden.Tatsächlich tritt der Plural auf -s aber auch bei einer großen Zahl von deutschen Wörtern als die übliche oder auch einzig mögliche Pluralform auf. Insbesondere gehören hierzu mehrsilbige Substantive, die auf unbetonten Vollvokal oder Diphthong enden: In diesem Waldgebiet leben zahlreiche Uhus. In der Badewanne saßen drei kleine Nackedeis.Auch Kurzformen und Kurzwörter gehören in diese Gruppe von Substantiven: Mehrere Unis haben wieder Diplomstudiengänge eingeführt. In den Kitas wird viel Wert auf ein gesundes Frühstück gelegt.Den Plural auf -s bildet auch die überwiegende Mehrheit der Eigennamen: die Mayers aus dem ersten Stock; alle Berlins in den USA; die beiden Koreas.
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Duden_Grammatik

Gleichlautende WörterDass man vom Ausdruck nicht direkt auf den Inhalt schließen kann, ergibt sich auch daraus, dass viele Ausdrücke sehr unterschiedliche Bedeutungen haben (bei den folgenden Beispielen handelt es sich nicht um vollständige Bedeutungsbeschreibungen):¹Bank = Sitzgelegenheit²Bank = Geldinstitut¹Hahn = männliches Haustier²Hahn = Vorrichtung zum Öffnen und Schließen¹Kapelle = kleine Kirche²Kapelle = Gruppe von Musikern¹mangeln = nicht oder unzureichend vorhanden sein²mangeln = Wäsche glätten¹löschen = machen, dass etwas zu brennen aufhört²löschen = die Fracht eines Schiffes ausladenSolche Wörter mit gleicher Ausdrucksseite und unterschiedlicher Bedeutung nennt man gleichlautende Wörter oder Homonyme. Gelegentlich werden sie gleich ausgesprochen, aber unterschiedlich geschrieben:Lied – Lid, Wal – Wahl, Seite – Saite, Rad – Rat, malen – mahlen, seit – (ihr) seidAus: Duden, Deutsche Grammatik. Mannheim 2011.

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Jetzt neu: Duden 9 – Richtiges und gutes Deutsch„Hast Du Ende diesen Jahres schon etwas vor?“ Oder heißt es „dieses“ Jahres? Ehe Sie die E-Mail mit der Silvestereinladung versenden, sollten Sie die Antwort kennen. Ansonsten könnten Sie ganz schön dumm dastehen – oder „da stehen“?Am besten setzen Sie sich erst einmal und nehmen „Richtiges und gutes Deutsch“ zur Hand. Der Sprachratgeber bietet in seiner neuen Auflage erstmals gelb unterlegte Dudenempfehlungen. Ob das kleine Schwarze zu den braunen Schuhen passt, weiß er zwar nicht, dafür aber, wie die Groß- und Kleinschreibung von Farben geregelt ist. Ehe Sie also rotsehen, fragen Sie den Duden und machen Sie es wie wir: „Wenn, dann richtig.“

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Author: aralya

Loving person, people watcher & listener, german teacher, enjoys working @Books Express Write me an e-mail at bogdana@books-express.ro

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