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Aus dem Leben eines Taugenichts (Reclam Universal-Bibliothek, nr. 2354)

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Specificații

ISBN-13: 9783150023549
ISBN-10: 3150023548
Pagini: 127
Dimensiuni: 95 x 147 x 10 mm
Greutate: 0.07 kg
Editura: Reclam Philipp Jun.
Seria Reclam Universal-Bibliothek


Notă biografică

Joseph Freiherr von Eichendorff, 10. 3. 1788 Schloss Lubowitz bei Ratibor (Oberschlesien) - 26. 11. 1857 Neiße (Schlesien). Der aus einer katholischen Adelsfamilie stammende E. studierte Jura in Halle (1805-06) und Heidelberg (1807-08) und beendete nach einer Bildungsreise (Paris, Wien) und Aufenthalten in Lubowitz und Berlin sein Studium in Wien (1810-12). Er nahm 1813-15 an den Befreiungskriegen teil, heiratete 1815 und trat danach in den preußischen Staatsdienst ein (1816 Referendar in Breslau bzw. ab 1819 in Berlin, 1821 Regierungsrat in Danzig, 1824 Oberpräsidialrat in Königsberg, 1831 Beschäftigung am 'Kultusministerium' in Berlin, 1841 Geheimer Regierungsrat, 1844 Pensionierung). 1846-47 hielt er sich in Wien auf und lebte dann bis zu seiner Übersiedlung nach Neiße 1855 wieder in Berlin. E. ist der bedeutendste Dichter der Spätromantik und - nicht zuletzt dank seiner häu¿g vertonten Lieder und der Erzählung Aus dem Leben eines Taugenichts - der bekannteste Dichter der Romantik überhaupt. Für seine Lyrik, häu¿g in seine erzählenden Werke integriert und erst spät separat gesammelt, wurde der Volksliedton von Des Knaben Wunderhorn von entscheidender Bedeutung. Hinter den einfachen Formen und der beschränkten, formelhaften Wörter- und Bilderwelt verbergen sich jedoch komplexe Sachverhalte, ein Netz von Metaphern und symbolischen Bezügen, mit denen der Dichter die Welt, die Natur deutet: als göttliche Urheimat, in der die menschliche Sehnsucht Erfüllung ¿ndet, aber auch als dämonischen Ort. Dem Verfahren der Lyrik entsprechend haben auch die Landschaften in den Romanen und Erzählungen von Anfang an 'hieroglyphischen' Charakter. Sie zeigen die Gefahren, die dem Menschen durch den Verlust seiner religiösen Bindungen und durch schrankenlosen Subjektivismus, aber auch - exemplarisch im ironischen Taugenichts - durch eine zunehmend von zweck- und nützlichkeitsorientiertem Handeln bestimmte Lebenshaltung drohen. Ohne Resonanz blieben E.s Tragödien und Versepen. In seinen späten Zeitgedichten und Satiren wandte er sich scharf gegen die revolutionären Bestrebungen der Epoche. Zuletzt trat er als (wenig beachteter) polemischer Literaturkritiker und -historiker im Geist der Katholischen Bewegung hervor. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

Cuprins

Aus dem Leben eines TaugenichtsAnhang1. Zur Textgestalt 2. Anmerkungen 3. Leben und Zeit 4. Philister und Taugenichtse 4.1 Clemens Brentano: »Sie begreifen nur viereckichte Sachen, alles andere ist widernatürlich« (1811) 4.2 Achim von Arnim: »... Samen wunderbarer Blumen« (1805) 4.3 Walter Zimorski: Eichendorffs Taugenichts - eine Apologie des Anti-Philisters? (1979) 4.4 Thomas Mann: »... ein Künstler und ein Genie« (1918) 5. Volkslieder und volkstümliche Lieder 5.1 Literaturwissenschaftliche Grundbegriffe: Volkslied 5.2 Volkslied aus Des Knaben Wunderhorn (1806-08) 5.3 Benno von Wiese: »Die Nähe zur Musik und zur melodischen Lyrik ist romantisches Erbe« (1964) 5.4 Schlesische Zeitung: »... seine Dichtungen wurden von den besten Componisten zu Liedern benutzt« (1856) 6. Die Liebe des Troubadours 6.1 Hartwig Schultz: »... Taugenichts ... leistet eine Art modernen Minnedienst« (1994) 136.2 Walther von der Vogelweide: »Nemt, frouwe, disen kranz« (um 1200) 6.3 Stefan Nienhaus: Eichendorffs Wiederholungsstil (1991) 7. Sprache und Erzähltechnik 7.1 Novalis: »Die Welt muß romantisiert werden« (1799/1800) 7.2 Richard Alewyn: »... der konsequenteste Versuch, reinen Raum in der Dichtung darzustellen« (1966) 7.3 Helmut Koopmann: »Die Zeit steht auf eine fast schon aufdringliche Weise still« (1988) 8. Romantik - Sehnsucht nach einer unerreichbaren Ferne 8.1 Ricarda Huch: »Die Romantiker suchten in Italien ... nicht Kultur, sondern zerstörte Kultur: Verwilderung, Auflösung« (1951) 8.2 Hartwig Schultz: »... unterwegs in eine transzendente Heimat« (1992) 8.3 Joseph Eichendorff: Mondnacht (um 1835) 8.4 Rüdiger Safranski: »... Hingabe ans unendlich aufgeschobene Reiseziel« (2007) 9. Literaturhinweise

Recenzii

»Was den Taugenichts heute noch auszeichnet, ist sein liebenswerter Anarchismus und der unbedingte Freiheitswille seines Protagonisten. In einer Zeit der stärksten Repressionen und Bespitzelungen durch das Metternich-Regime war es für den Staatsbeamten Eichendorff die einzige Art, literarischen Freigeist zu demonstrieren und gegen das Biedermeiertum seiner Zeit anzuschreiben.«Glanzstück